Projektarchiv 2018-03-14T16:41:36+00:00

DIE LUNGE DER WELT (2016)

Im Rahmen der Recherche zu diesem Projekt befragten wir vorab Kinder zum Thema „Regenwald“. Besonders im Gedächtnis geblieben ist uns eine Antwort eines neunjährigen Jungen, der auf eine unserer zahlreichen Fragen, nämlich: Was kann man denn tun, um auch den Menschen, die dort leben, zu helfen?, antwortete er: Regenschirme hinschicken?

Was ist der Regenwald überhaupt? Woher hat er seinen Namen? Und wo liegt er? Um diese Fragen zu beantworten entwickelten wir ein Projekt, in dem in einer sechsteiligen Workshopreihe Kindern im Alter zwischen 11 und 14 Jahren Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten zum Thema „Die Lunge der Welt. Oder warum der Regenwald für uns so wichtig ist“ vermittelt wurde.
Das Projekt hatte dabei sowohl Aspekte der Umweltbildung, der Entwicklungspolitik, der Nachhaltigkeitserziehung als auch der künstlerischen Bildung zum Gegenstand.

Die Kinder verarbeiteten ihre erworbenen Kenntnisse in Form von selbstangefertigten Bildern und Grafiken zum Projektthema, zu jedem Workshop entstanden entsprechende Arbeiten, die zu einer Ausstellung zusammengefasst wurden.

Die Ausstellung ist im Oktober im Peter-Weiss-Haus/Café Marat zu besichtigen. Der genaue Termin liegt noch nicht vor, wird jedoch zeitnah, auch öffentlich, bekanntgegeben.
Des Weiteren wird es einen Kalender für das Jahr 2016 geben, in dem die von einer Jury ausgewählten 13 besten bzw. aussagekräftigsten Arbeiten enthalten sind.

Bereits den Jüngsten unserer Gesellschaft persönliche Handlungsoptionen für klima- und konsumgerechtes Verhalten nahezubringen richtete sich mittelbar auch an die Eltern der Kinder.
Und mit der Nachhaltigkeitserziehung bereits jetzt zu beginnen, legt die Grundsteine für späteres Bewerten des Zusammenhangs von Ökologie und Ökonomie.

Die künstlerische Seite des Projektes untermalte dann im besten Sinne des Wortes die Thematik.
„Die Kinder waren mit so viel Freude bei der Arbeit“, so Grit Sauerborn, die Workshopleiterin unseres Projektes.

Und sie haben dabei auch noch etwas über den Regenwald gelernt und sozusagen ihr grünes Wunder erlebt.
Wir freuen uns sehr auf die bevorstehende Ausstellung und auf Ihren Besuch.

Unser Dank gilt den Eltern, der Kunstschule Rostock, dem Kornhaus Bad Doberan sowie allen Projektmitarbeitern, die mit Ihrem Wissen und Ihrem Engagement dazu beigetragen haben, dass wir dieses wundervolle Projekt durchführen konnten.

Die Bilder der Kinder, die wir für den Kalender verwendet haben, könnt ihr hier ansehen.

Gefördert durch: Aktionsgruppenprogramm des BMZ
Idee und Projektleitung: Hartmut Porsch

DER KLIMAWANDEL VOR DER HAUSTÜR (2012 – 2014)

Globale Erwärmung und Klimawandel sind längst zu Schlagworten in der alltäglichen Kommunikation geworden. Beinahe jeden Tag berichten die Medien über neue Erkenntnisse aus der Forschung oder über die Bemühungen der Politik, den Veränderungen entgegen zu steuern.

Im Zentrum des Projektes steht ein internationaler journalistischer Wettbewerb für Jugendliche und jungen Menschen bis 27 Jahre, der auf der Website www.climateproject.de veranstaltet wird. Eingereicht werden können Artikel, Fotoserien und Videos. Mit den Beiträgen sollen die Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Ökosysteme hier in Deutschland sowie regional in ausgewählten Entwicklungsländern untersucht werden. Dabei werden verschiedene Aspekte der Veränderungen in Alltag und Lebensumfeld dargestellt und erörtert, z.B. Welche Rolle spielt für uns ein vertrautes natürliches Umfeld? Was verlieren wir bzw. wovon müssen wir Abschied nehmen? Wie können wir uns an die neuen Bedingungen anpassen?

Näheres zum Wettbewerb und den Teilnahmebedingungen unter www.climateproject.de und auf Facebook.

Das Projekt wurde von 2012 bis 2014 von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ sowie vom Kirchlichen Entwicklungsdienst der Nordkirche – KED und dem Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie M-V – LUNG gefördert.

Die Mittel für den Versand der Broschüre stellte uns freundlicherweise die Stiftung ZUKUNFT Schützen zur Verfügung.

Projektleitung: Thomas Pätzold

MIGRANTISSIMO (2012 – 2014)

… ist eine Veranstaltungsreihe, bei der Rostocker Migrantenfamilien sich mit ihren besonderen Geschichten vorstellen. Im Mittelpunkt steht dabei die Erfahrung der Migration, von Gründen für die Auswanderung aus der alten Heimat und ihre Ankunft bei uns in Deutschland. Die Autoren des gleichnamigen Koch- und Porträtbuches Birgit und Thomas Pätzold lesen dazu aus ihrem Porträt, und die TeilnehmerInnen können den Familien und den Autoren ihre Fragen stellen. Im Anschluss kochen und essen wir gemeinsam ein Gericht aus der Heimat der Familien.

Wenn Sie in Ihrer Einrichtung einen Koch- und Länderabend durchführen wollen, unterstützen wir Sie gern.

Das Koch- und Porträtbuch ist im Klatschmohn-Verlag erschienen und kann zum Beispiel in der Anderen Buchhandlung bezogen werden, oder eben bei Amazon.

Das Projekt wurde gefördert aus dem Aktionsgruppenprogramm AGP aus Mitteln des BMZ.

Projektleitung und Realisierung: Birgit und Thomas Pätzold

HERBST-FRAUEN (2012)
Ein interkulturelles Projekt zur sozialen Integration von Frauen in der Lebensmitte mit und ohne Migrationshintergrund

An einem 14tägig stattfindenden HERBST-FRAUEN-Stammtisch tauschen sich Frauen über ihre sozialen, kulturellen und politischen Erfahrungen in ihren Herkunftsländern, über Erfahrungen aus ihrer interkulturellen Lebenswelt sowie ihre Erfahrungen bei der Integration in die deutsche Gesellschaft aus.
Wir beraten gemeinsam, welche Themen wir erörtern wollen und legen so den Inhalt unseres folgenden Stammtischs fest. Ernstes und Beschauliches, Heiteres und Besinnliches… wir wollen uns wohlfühlen, miteinander kommunizieren, uns austauschen, gegenseitig unterstützen und voneinander lernen. Ziel ist es, dass schlussendlich ganz offenbar wird: Trotz unterschiedlicher Lebensverhältnisse und Wertorientierungen, der verschiedenen Herkunftsländer und der vielfältigen, individuellen Geschichten sind wir Frauen in der Lebensmitte die HERBST-FRAUEN in der Einen Welt.
Das Projekt wird gefördert durch das Landesamt für Gesundheit und Soziales M-V.

Idee und Projektleitung: Birgit Pätzold

ELEMENTS. KULTUREN DER WELT IM PLATTENBAU (2012)

Im Jahre 1992 machte Rostock durch die ausländerfeindlichen Krawalle im Stadtteil Lichtenhagen weltweit auf sich aufmerksam. In der Folge sind zahlreiche Aktivitäten, Vereine und eine Bürgerbewegung entstanden, die sich für Toleranz und ein interkulturelles Miteinander in der Hansestadt einsetzen. Jedoch gibt es keinen wirklichen Ort der interkulturellen Begegnung, wo sich Deutsche und MigrantInnen treffen und austauschen können. Besonders in den zahlreichen Plattenbausiedlungen (etwa die Hälfte der Rostocker Einwohner lebt dort) ist das interkulturelle Leben nicht angekommen und es gibt nach wie vor viele ausländerfeindliche Tendenzen. Ziel unseres Projektes ist die Entwicklung, Organisation und Durchführung eines interkulturellen Veranstaltungsprogramms, welches die Kulturen der Welt, insbesondere aus Entwicklungsländern und von indigenen Völkern sowie den kulturellen Beitrag von in MigrantInnen in unserem Land in diese Stadtteile tragen und damit stärker erfahrbar machen sollen. Dazu wird eine Reihe von Veranstaltungshöhepunkten organisiert – Konzerte, eine Filmreihe, Lesungen, Länderabende, Theateraufführungen – und in einer Art Tournee nacheinander in verschiedenen Stadteilen Rostocks (Groß Klein, Evershagen, Toitenwinkel, Dierkow, Stadtmitte) zu sehen sein. Dazu kooperieren wir mit den Stadtteilzentren, die wir als Veranstaltungsorte nutzen wollen. Insgesamt ist monatlich ein Programmpunkt geplant, der nacheinander in 2-3 Stadtteilen organisiert wird. Organisiert wird das Programm durch ein Projektteam von 3-4 MitarbeiterInnen, in Kooperation mit Rostocker Vereinen, Kulturzentren und der HMT. Durch die Veranstaltungen wird das soziokulturelle Leben der Hansestadt Rostock wesentlich bereichert und mit dem Schwerpunkt auf interkulturelle Themen wird zugleich ein deutlicher Akzent hin auf eine tolerante und weltoffene Stadt(-teil)kultur gesetzt. Das Projekt fördert den Abbau von Fremdenfeindlichkeit an besonderen Brennpunkten und verbessert die Integration von MigrantInnen.
Das Projekt wurde gefördert vom Amt für Kultur und Denkmalpflege der Hansestadt Rostock und von der OSPA-Stiftung.

Idee, Konzept und Projektleitung: Thomas Pätzold